Wozu sind Banken da?

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Bank
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Haben Sie schon mal einen 100 Euro Schein arbeiten sehen?  Diese Frage sollten sie sich stellen, falls sie ihr Geld mit sogenannten Finanzprodukten vermehren wollen.  Banker erzählen, Geld müsse arbeiten. Deswegen entwickeln sie solche Produkte. Die eigentliche Aufgabe einer Bank liegt heute  nicht mehr darin Geld zu sichern, sondern zu vermehren. Doch das System hat ein Problem.

Das System hat ein Problem

Der weltweite Kapitalismus ist durch sein Zinssystem geprägt. Falls jemand Geld anlegt, bekommt er Zinsen. In diesem Geschäftsmodell treten Banken als gewinnorientierte Vermittler auf. Banken leihen sich Geld und verleihen es zu höheren Zinsen weiter. Der Zins wird zum Preis. Das scheint normal, weil heutzutage im Handel Preisaufschläge die Regel sind. Dennoch gibt es einen entscheidenden Unterschied zum Warenhandel. Im kapitalistischen Bankensystem ist Geld Maß und Ware gleichzeitig. Das führt zwangsläufig zu Dauerkonflikten. Um solchen Spannungen zu entgegnen, ist es notwendig, zwischen Strategie und Bedürfnis zu unterscheiden.

Über den Unterschied zwischen Bedürfnis und Strategie

Strategien sind Wege, um uns unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Falls wir unsere Lieblingsstrategie durchprügeln, entstehen Konflikte. Denn andere lassen sich ungern fremdbestimmen. Dies trifft auch auf ganze Länder wie Griechenland, Zypern oder Spanien zu.

So- und nicht anders

Sobald wir einer bestimmten Strategie folgen, schränken sich unsere Lösungsmöglichkeiten ein. Strategien schreiben konkrete Lösungen vor. Sie sind beobachtbar und messbar. Um Lösungswege für die Menschen und für Staaten zu zeigen, ist es wichtig Bedürfnisse zu kommunizieren.

Geld
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Was Banken mit Kommunikation zu tun haben

Der chinesische Lehrmeister Konfuzius (um 500 v. Chr.) wurde gefragt: ”Wenn ein Fürst euch beauftragt, sein Land für ihn zu verwalten, was wäre zuerst zu tun?” Er antwortet: ”Ich würde zuerst die Sprache in Ordnung bringen. Denn falls die Sprache ungenau ist, stimmt das, was gesagt wird, nicht mit dem überein, was gemeint ist. Sobald aber das, was gesagt wird, nicht mit dem übereinstimmt, was gemeint ist, kann das, was getan werden soll, nicht ausgeführt werden.‛” Um Lösungswege aus der Finanzkrise zu finden, ist es notwendig unser Interesse an  Banken zu klären und ihre Strategien zu durchschauen.

Angst machen- Lösung anbieten

Hyperinflation, Überschuldung  und Arbeitslosigkeit- solche  Begriffe machen Angst.  In der Werbung für die Lebensversicherung  erschlägt der Baum den Vater.  Ohne Sparvertrag gerät der Kunde im Jahr 2050 in die Altersarmut.  Banken, Versicherungen oder Finanzdienstleister erzeugen Angst und bieten gleichzeitig die vermeintliche Lösung an. Es brennt der Dachstuhl der gesellschaftlichen Ordnung. Die Welt steht vor dem Abgrund. Doch unsere Politiker  spannen Rettungsschirme.  Um sich von diesen Sorgen zu befreien, ist es notwendig die  tatsächlichen Strategien zu durchschauen und die eigentlichen Bedürfnisse zu kennen.

Bedürfnisse erkennen

Bedürfnisse sind die Solarzellen unseres Lebens. Sobald wir unsere Bedürfnisse kennen, bereichern wir unser Leben und auch das der anderen. Banken sind kein Bedürfnis. Oder braucht ein Indianer im Regenwald eine Bank?

Wozu brauchen wir eigentlich Banken?

Sobald unser Bedürfnis nach Schutz nicht ausreichend erfüllt ist, fühlen wir uns unwohl. Banken sollen deswegen unser Geld schützen. Um sich erfolgreich dieses Bedürfnis zu erfüllen, gibt es aber bessere Möglichkeiten. Bob Dylan merkt dazu passend an: „Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, sobald er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt“.

Auf den Punkt gebracht

„Stiehl ein bisschen, und sie stecken dich ins Gefängnis, stiehl eine Menge, und sie machen dich zum König“, so beklagt Bob Dylan  die Absurdität dieser Situation.  Unser Finanzsystem sucht eine stets zunehmende Zahl an Teilnehmern. Erträge für die Teilnehmer entstehen durch neue Teilnehmer, die im System Geld zur Verfügung stellen. In manchen Ländern sind solche Systeme bereits verboten. Sobald wir aufhören uns von den Strategien der Banken und Staaten einschüchtern zu lassen, überwinden auch wir unser Schneeballsystem. Es ist an der Zeit  über ein Verbot von Finanzprodukten nachzudenken.

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